Corona und die Klimakrise: Über missglücktes Krisenmanagement und die erwartbaren Folgen
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Corona und die Klimakrise: Über missglücktes Krisenmanagement und die erwartbaren Folgen

Corona war ein Probelauf für die Regierung, um zu sehen, wie sie in Krisensituationen agiert


Lockdowns, Kurzarbeit und Massenarbeitslosigkeit begleiten uns seit mittlerweile zwei Jahren. Die Corona-Krise ist keine Gesundheitskrise mehr, sondern eine Bedrohung für alle Lebensbereiche. Das Krisenmanagement der schwarz-grünen Bundesregierung hat für viele Bürger versagt. Wie können die nächsten Herausforderungen bewältigt werden?

Corona war ein Probelauf für die Regierung, um zu sehen, wie sie in Krisensituationen agiert. Leider lassen die Entscheidungen der Regierungsparteien viele Bürger befürchten, dass sie auch an der herannahenden Klimakrise scheitern werden. Die grüne Bundesministerin Leonore Gewessler befindet sich auf einem gefährlichen Irrweg. Während man in Deutschland bereits öffentlich über eine mögliche Rückkehr zum Atomstrom diskutiert, gibt sich die grüne Ministerin in Österreich noch immer der Illusion hin, mit E-Mobilität das Klimaproblem lösen zu können.

Deutsche Experten gestehen mittlerweile ein, dass ein totaler Umstieg auf E-Autos nur dann möglich sein wird, wenn zusätzliche Kernkraftwerke gebaut werden. Der erhöhte Strombedarf durch E-Fahrzeuge wird durch die bestehenden Anlagen nicht gedeckt werden. Würde man versuchen, die massiv zu erwartende Stromnachfrage aus erneuerbaren Energiequellen zu bedienen, müssten wir unser Land mit Windradparks und Photovoltaikanlagen zupflastern. Die Sorge, dass die E-Mobilität eine grüne Mogelpackung ist, die der Atomkraft in Österreich Tür und Tor öffnet, ist somit nicht unbegründet. Zudem würden abermals die Energiepreise kräftig steigen, sodass Gewesslers Weg aus der Klimakrise eine Armutskrise hervorrufen würde.

Am Beispiel der Forderungen der FPÖ in diesem Bereich sieht man, dass es durchaus Alternativen geben würde. Die Freiheitlichen haben beantragt, den alltagstauglichen Einsatz von alternativen Kraftstoffen zu prüfen. Bestehende Verbrennungsmotoren könnten zu CO2-armen Fahrzeugen umgerüstet werden, wenn man sie mit sogenannten E Fuels ausstatten würde.

Um E-Fuels im täglichen Autoverkehr einzusetzen, braucht es jedoch intensive Forschungs- und Entwicklungsbemühungen. Leider hat die schwarz-grüne Bundesregierung Anträge, um Mittel für diesen Forschungsbereich zur Verfügung zu stellen, bis dato abgelehnt. Die FPÖ hat bereits angekündigt auch 2022 nicht locker zu lassen und von ÖVP sowie Grünen ein Bekenntnis gegen Atomstrom in Österreich und eine Abkehr vom flächendeckenden E-Mobilitätsplan einzufordern!

 

Zur Sache: Was sind E-Fuels?

E-Fuels sind synthetisch erzeugte Treibstoffe, die bereits im Flug- und Schiffsverkehr eingesetzt werden. Der heimische Antriebsspezialist AVL List in Graz baut aktuell eine Anlage, mit der es möglich sein soll, synthetische Kraftstoffe unter Verwendung von Ökostrom und erneuerbarem Wasserstoff herzustellen.