Erwin Angerer: ''Ohne Jörg Haider würde es den Koralmtunnel nicht geben!''
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Erwin Angerer: ''Ohne Jörg Haider würde es den Koralmtunnel nicht geben!''

Der verstorbene Landeshauptmann Dr. Jörg Haider hat das Jahrhundertprojekt durchgesetzt


Zur Premierenfahrt eines Personenzuges durch den 33 Kilometer langen Koralmtunnel erklärte heute der Kärntner FPÖ-Chef und Klubobmann im Kärntner Landtag Erwin Angerer, dass es ohne den verstorbenen freiheitlichen Landeshauptmann Dr. Jörg Haider den Koralmtunnel heute nicht geben würde. Es sei schade, dass bei diesem historischen Ereignis der "Lokführer" nicht dabei sein kann: Jörg Haider.

"Ohne Jörg Haider würde es den Koralmtunnel und damit die gesamte Koralmbahn nicht geben! Es hat damals großen Gegenwind aus Wien gegeben. Auch Gabriele Schaunig von der Kärntner SPÖ hat in der Landesholding gegen die finanzielle Beteiligung Kärntens zur Beschleunigung des Projektes gestimmt. Aber Jörg Haider blieb zum Wohle des Landes Kärnten hartnäckig und heute feiert man die Koralmbahn zu Recht als Jahrhundertprojekt“, so Angerer, der eine Würdigung von Haiders Verdiensten fordert.

Die Koralmbahn verbinde nicht nur die Steiermark mit Kärnten, sondern sie verbinde Europa von der Ostsee bis zur Adria. Der einzige Wermutstropfen sei, dass die Kärntner Landesregierung mit SPÖ und ÖVP die letzten 10 Jahre völlig "verschlafen" habe und unvorbereitet in diese neue Zeit gehe. "Wir hätten schon längst eine Lösung für den Zentralraum mit dem Lückenschluss zwischen Klagenfurt und Villach gebraucht und müssten beim Trockenhafen in Fürnitz viel weiter sein. Kärnten müsste sich schon Flächen an der Koralmbahn gesichert und schon Betriebe mit neuen Arbeitsplätzen angesiedelt haben. Auch im Bereich Bildung hätte man etwas machen müssen. Die Steiermark ist hier viel weiter“, so der FPÖ-Chef.

Erst jetzt komme die SPÖ-ÖVP-Landesregierung drauf, dass hier Handlungsbedarf ist. Die Gefahr sei laut Angerer groß, dass die Koralmstrecke nach Graz und Wien von den jungen Kärntnern mehr genutzt wir als umgekehrt. "Wir bräuchten es aber umgekehrt, dass die Kärntnerinnen und Kärntner wieder zurück in die Heimat kommen. Die Abwanderung aus Kärnten muss gestoppt, statt beschleunigt werden“, betont Angerer, der die Landesregierung auffordert, nach zehn Jahren "Dauerschlaf" wenigstens jetzt aktiv zu werden.