FPÖ ortet ''untragbare Zustände'' in der Volksschule Pörtschach
Foto © Florian Pacher

FPÖ ortet ''untragbare Zustände'' in der Volksschule Pörtschach

Die Schulsanierung sollte bis zum Schulbeginn fertiggestellt werden, die Bauarbeiten laufen aber immer noch


Im Kärntner Landtag machte letzten Donnerstag Klubobmann Gernot Darmann (FPÖ) auf "untragbare Zustände" für Kinder und Lehrer in der Volksschule Pörtschach aufmerksam. „Die Schulsanierung sollte bis zum Schulbeginn fertiggestellt werden, die Bauarbeiten laufen aber immer noch und beeinträchtigen die Unterrichtsqualität. Für Schüler und Lehrpersonal ist das kein Dauerzustand!", erklärte Darmann.

Im gesamten Gebäude gebe es kein fließendes Trinkwasser. Die Feuermelder sollen offenbar funktionslos sein, da sie noch eingepackt bzw. abgeklebt sind. Die Fluchtwege erscheinen den freiheitlichen ebenfalls unterdimensioniert für rund 100 Kinder.

Hinsichtlich der Situation äußerte sich auch Florian Pacher, FPÖ-Gemeindevorstand in Pörtschach, in einer Aussendung. Nachdem Appelle an die Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz (ÖVP) und die Direktorin erfolglos blieben, wandten sich mehrere besorgte Eltern an Pacher, der die Situation wie folgt schilderte: „Nachdem die digitalen Tafeln noch nicht funktionieren, müssen manche Lehrerinnen ersatzweise mit A3-Blättern unterrichten. Anders als angekündigt, finden die Bauarbeiten auch während der Unterrichtszeiten statt und die Kinder sind ständigem Baulärm ausgesetzt, was sich natürlich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit auswirkt. Es kann auch noch kein regulärer Turnunterricht stattfinden, weil der Turnsaal mit Material sowie Mobiliar vollgestellt ist und Baustellengitter blockieren die Spielflächen im Schulhof", sagte Pacher.

Weder die Lernbedingungen für die Kinder, noch die Arbeitsbedingungen für die Lehrer und weitere Mitarbeiter seien vertretbar. Im Sinne der Sicherheit aller Beteiligten gab es im Zuge der Landtagsdebatte daher einen Appell der FPÖ-Fraktion an Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), umgehend tätig zu werden. „Es geht nicht um eine Auslagerung der Kinder in eine andere Gemeinde oder Container, sondern um eine ehestmögliche Fertigstellung der Schule mit vereinten Kräften. Vor allem aber muss der Landeshauptmann die Sicherheit der Kinder und Lehrer bereits jetzt garantieren", so Darmann und Pacher, die auch auf einen entsprechenden Antrag hinwiesen, den der FPÖ-Landtagsklub einbrachte.

Hier die Liste der von Eltern aufgezeigten Missstände mit Stand 28.09.2022:

  • Fragwürdige Einhaltung der feuerpolizeilichen Vorschriften
  • Feuermelder offenbar funktionslos, da noch eingepackt bzw. abgeklebt
  • Brandschutztüren teilweise noch nicht vorhanden
  • Fluchtweg sehr eng für 100 Kinder
  • Kein fließendes Trinkwasser im gesamten Gebäude
  • Bauarbeiten und somit Baulärm auch während der Unterrichtszeiten
  • Keine funktionierenden digitalen Tafeln, sondern Unterricht mit A3-Blättern
  • Keine Garderoben
  • Sperre des Turnsaals, somit kein adäquater Turnunterricht
  • Keine ausreichenden Spiel- und Freiflächen aufgrund der Baustellengitter und -gerüste
  • Lüftungsanlage noch nicht in Betrieb
  • Kein ausreichender Platz für die Ganztagesschule und die Nachmittagsbetreuung