10. Oktober: Kärntner Traditionsveranstaltung oder slowenische Kulturfeier?
Verteidiger Kärntens wurden nicht geehrt
Am 10. Oktober fand die jährliche Landesfeier zum Jahrestag der Volksabstimmung statt. Ursprünglich feierte man dabei die Abstimmung zum Verbleib bei Kärnten sowie Österreich und gedachte auch dem vorangegangenen Abwehrkampf.
Nach fast zehn Jahren unter Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) musste man sich heuer bei der Veranstaltung allerdings einmal mehr die Frage stellen, ob man sich bei einer Traditionsveranstaltung im Klagenfurter Landhaus oder aber bei einer slowenischen Kulturfeier in Laibach befindet. Die slowenisch-sprachige Minderheit ist ein anerkannter Teil von Kärnten, aber im Landhaushof stimmte das ausgewogene Verhältnis nicht mehr.
Die Einseitigkeit Peter Kaisers zeigte sich aber ganz besonders auch darin, dass er im Rahmen der Veranstaltung zwar die vertriebenen Slowenen erwähnte, die von Tito-Partisanen ermordeten Kärntner aber mit keiner Silbe würdigte. Das ist ein Schlag ins Gesicht vieler Familien, die damals Elternteile und Geschwister auf brutalste Art verloren und die noch heute unter dem damaligen Trauma leiden. Auch die Verteidiger Kärntens wurden nicht geehrt und so erscheint es nachvollziehbar, dass der Kärntner Abwehrkämpferbund schon seit Jahren nicht mehr an diesen „Feierlichkeiten“ teilnimmt.