Kärntner Bauordnung wird geändert: Krisenvorsorge ist wieder möglich
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Kärntner Bauordnung wird geändert: Krisenvorsorge ist wieder möglich

Freiheitlichen erreichten Aufhebung des Verbots von Zusatzöfen und Verpflichtung von Notkaminen


Derzeit gibt es in Kärnten zwei absurde Regelungen, die in vollem Widerspruch zum Gebot der Krisenvorsorge stehen. Wer seine Wohnung mit einem Wohnbau-Zuschuss des Landes saniert, wird vom Land gezwungen, seinen Zusatzofen zu entfernen.

Viele Wohnhäuser haben keinen Kamin, weil die entsprechende Verpflichtung in der Bauordnung 2015 abgeschafft wurde. Diese Bestimmungen fallen jetzt auf Initiative der FPÖ. „Das Zusatzofen-Verbot wird endlich abgeschafft und Notkamine müssen hinkünftig in Wohnhäusern wieder verpflichtend errichtet werden. Der entsprechende dringliche Antrag der FPÖ wurde im Landtag von allen Parteien beschlossen. Der Ukraine-Krieg hat allen vor Augen geführt, wie wichtig vorausschauende Krisenvorsorge ist“, informiert der freiheitliche Klubobmann Gernot Darmann.

Bis 2015 war es Pflicht, dass jedes Wohnhaus einen Anschluss an eine Abgasanlage haben muss. Man wusste, dass es lebensnotwendig sein kann, seine Wohnung im Bedarfsfall beheizen und eine warme Speise zubereiten zu können. Doch diese Bestimmung in der Kärntner Bauordnung wurde 2015 abgeschafft. Mittlerweile sind Zehntausende in Kärnten ohne Chance, bei Ausfall ihrer Zentralheizung oder des Stroms kochen und heizen zu können.

„Die von den Freiheitlichen geforderte Aufhebung des Verbots von Zusatzöfen in sanierten Wohnungen und Häusern hat der Landtag bereits im Jahr 2020 beschlossen. Doch die zuständige SPÖ-Landeshauptmannstellvertreterin Gabriele Schaunig-Kandut weigerte sich bisher diesen Beschluss umzusetzen“, erinnert Landtagsabgeordneter Christoph Staudacher (FPÖ).