Kärntner hätten Van der Bellen in eine Stichwahl geschickt!
Foto © APA / Herbert Neubauer

Kärntner hätten Van der Bellen in eine Stichwahl geschickt!

Stärkstes Ergebnis für Walter Rosenkranz in Kärnten


Kärnten hat gezeigt, dass es eine Veränderung im politischen System Österreichs will. Bei der Bundespräsidentenwahl am 9. Oktober hätten die Kärntner Wähler Alexander Van der Bellen (Grüne) in eine Stichwahl gegen Walter Rosenkranz (FPÖ) geschickt – und das als einziges Bundesland.

Bereits im Jahr 2016 wäre Alexander Van der Bellen niemals Bundespräsident geworden, wäre es nach Kärnten gegangen. Damals wurde Van der Bellen mit 13,6 Prozent hinter Irmgard Griss (22,9 %) und Norbert Hofer (38,8 %) nur schwacher Dritter im südlichsten Bundesland. Auch in der Stichwahl unterlag der heutige Bundepräsident dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer mit 45,4 Prozent zu 54,6 Prozent in Kärnten eindeutig. Dieses Jahr wollten die Kärntner Wähler Alexander van der Bellen in der Stichwahl sehen und straften seine sechsjährige Amtszeit mit einem mageren Ergebnis von nur 46,8 Prozent ab.

 

Grafik © Kärntner Nachrichten / Quelle: BMI

 

Der freiheitliche Kandidat Walter Rosenkranz erzielte mit 23,9 Prozent der Wählerstimmen das beste Ergebnis aller Bundesländer in Kärnten. Die Kärntner Wählerinnen und Wähler haben hier ein eindeutiges sowie starkes Zeichen gegen das derzeitige politische System in Österreich gesetzt und damit auch der schwarz-grünen Bundesregierung einen Denkzettel verpasst.

Auch der Kärntner Landeshauptmann (SPÖ) sollte dieses Ergebnis als Warnung für die bevorstehende Landtagswahl im März ernst nehmen, glaubt man den vielen Nachwahlanalysen einiger Politikexperten. Zählt man die Stimmen von Walter Rosenkranz und vorsichtig geschätzt nur die Hälfte der Stimmen der weiteren Mitterechts-Kandidaten Gerald Grosz und Tassilo Wallentin zusammen, kommt man auf weit über 30 Prozent freiheitliches Wählerpotential in Kärnten. Die Freiheitlichen sind mit diesem starken Wahlergebnis vom 9. Oktober jedenfalls stärker denn je zurück in der politischen Manege Kärntens.