Keine Notstromversorgung in Kärntens Pflegeheimen: 5.000 Bewohner betroffen
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Keine Notstromversorgung in Kärntens Pflegeheimen: 5.000 Bewohner betroffen

Freiheitliche fordern abermals Taten von der Landesregierung


Seit einem Jahr ist der Landesregierung bekannt, dass in den 78 Kärntner Pflegeheimen keine Notstromversorgung vorhanden ist. Im Fall eines Blackouts wären über 5.000 Pflegebedürftige in akuter Gefahr.

Die Freiheitlichen fordern nun abermals Taten von der Landeregierung ein. "Dieser Zustand mangelnder Vorsorge wird noch über viele Jahre bleiben. SPÖ und ÖVP haben nämlich in der letzten Sitzung des Kärntner Landtages am 3. Februar eine rasche Nachrüstung der Pflegeheime mit Notstromaggregaten abgelehnt“, kritisieren die beiden Landtagsabgeordneten Harald Trettenbrein und Maximilian Linder.

Der Landtag beschloss in dieser Sitzung lediglich, dass die Pflegeheime Notfallpläne und einen Krisenmanager bekommen. Eine verpflichtende Notstromversorgung, wie von der FPÖ gefordert, gibt es weiterhin nicht. "Alle Abgeordneten von SPÖ und ÖVP halten das nicht für erforderlich“, bedauert Trettenbrein. Für ihn ist diese Entscheidung unverantwortlich. SPÖ und ÖVP würden wissentlich in Kauf nehmen, dass über 5.000 Pflegebedürftige im Fall eines Blackouts akut bedroht sind.

Wie fatal ein kompletter Stromausfall in einem Pflegeheim sein kann, erklärt der Afritzer Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Maximilian Linder, der dies in seiner Gemeinde schon selbst erlebt hat. „Nach ergiebigen Schneefällen war das Heim in Afritz am See für 20 Stunden ohne Strom. Es fehlte an allem. Die Bewohner konnten pflegemäßig nicht richtig versorgt werden, sie froren und es gab keine warmen Speisen und Getränke. Dieser Zwischenfall sollte eine Warnung sein, so rasch wie möglich eine Notstromversorgung in allen Pflegeheimen sicherzustellen", fordert Linder. Aber auch die zuständige Pflegereferentin Beate Prettner (SPÖ) hält das laut Linder nicht für notwendig. Sie begnüge sich damit, in den Heimen einen Krisenkoordinator zu installieren. Das Problem dabei allerdings: Woher soll dieser in einer Krise dann den Strom für die Bewohner nehmen?