Kinderbetreuung und Pflege: Und wer schaut auf uns?
Dringender Handlungsbedarf besteht bei Groß und Klein
Fehlende Pflegeplätze und mangelnde Angebote in der Kinderbetreuung. Dringender Handlungsbedarf besteht bei Groß und Klein. Lösungsansätze gibt es auch.
Während die SPÖ die Einführung eines zweites verpflichtenden Kindergartenjahres fordert, möchte die FPÖ alternative Wege beschreiten. Geht es nach den Freiheitlichen in Kärnten rund um Parteichef Erwin Angerer, sollen Familien durch entsprechende finanzielle Unterstützung die Möglichkeit erhalten, zu entscheiden, ob sie ihre Kinder selbst zuhause betreuen oder in einer Kindereinrichtung betreuen lassen möchten.
Ressource Familie
Die Stärkung der „Ressource Familie“ steht für die FPÖ im Vordergrund. Familien, die sich für eine Betreuung in einer Kindereinrichtung entscheiden, können nun endlich vom Gratis-Kindergarten, der kurz vor der Wahl auf Druck der FPÖ von der Landesregierung beschlossen wurde, profitieren. Eltern, die ihre Kinder daheim betreuen wollen, sollen – den Freiheitlichen zufolge – ebenfalls eine finanzielle Unterstützung erhalten. „Es gilt, dort, wo familiäre Ressourcen vorhanden sind, diese zu aktivieren und zu fördern. Die Frage, wer auf Kinder oder ältere, pflegebedürftige Menschen schaut, darf nicht länger nur mit dem Blick ins Geldbörserl getroffen werden. Daher braucht es Modelle wie den Familien-Scheck und den Pflege-Scheck“, erklärt FPÖ-Chef Erwin Angerer auf Nachfrage der Kärntner Nachrichten.
Pflegenotstand beheben
Neben dem hohen Bedarf an Kinderbetreuungsangeboten ist vor allem der drohende Pflegenotstand eine Belastungsprobe für Kärnten. Ein „Systemwechsel“ sei die einzige Möglichkeit für eine Kurskorrektur auch im Bereich der Pflege. Eine angemessene finanzielle Unterstützung sowie sozialrechtliche Absicherung für jene im Umkreis der Familie, die die herausfordernden Pflegeaufgaben übernehmen, brauche es sofort. „Der Pflege-Scheck, den die FPÖ in Höhe von 1.000 Euro pro Monat vorschlägt, wäre eine finanzielle Anerkennung für pflegende Angehörige. Unser Ziel ist ein soziales und kein sozialistisches Kärnten, daher gehen wir zuversichtlich in die kommende Landtagswahl!“, so Angerer mit Verweis auf die bevorstehende Wahl am 5. März.