Klagenfurt: Ausstellung beleuchtete Unrecht an Donauschwaben
Foto © Dr. Bruno Burchart

Klagenfurt: Ausstellung beleuchtete Unrecht an Donauschwaben

Verband Freiheitlicher Akademiker Kärnten, Kärntner Heimatdienst und Verband volksdeutscher Landsmannschaften luden zur Ausstellung in der Klagenfurter Gewölbegalerie


Die erstmals in Kärnten gezeigte Ausstellung über die Donauschwaben im tito-kommunistischen Jugoslawien war auch ein gesellschaftliches Ereignis. Unter anderem war der Dritte Präsident des Kärntner Landtages Josef Lobnig (FPÖ) zu Gast und hielt eine Rede bei der Ausstellungseröffnung.

Eingeladen hatten in die Klagenfurter Gewölbegalerie unter Organisator Dr. Bruno Burchhart die heimattreuen Vereinigungen: Verband Freiheitlicher Akademiker Kärnten, Kärntner Heimatdienst und Verband volksdeutscher Landsmannschaften und viele waren gekommen. „Ohne Zorn und Eifer soll unter dem Motto: Verzeihen, aber nicht Vergessen das tragische Schicksal der Donauschwaben dokumentiert werden als Teil der Geschichte des deutschen Volkes. Möge es Mahnung für die Zukunft sein“, erläuterte Dr. Burchhart.

In seiner brillanten Festrede hielt Landtagspräsident Josef Lobnig fest, dass Gedenk-Kultur ein wesentlicher Teil des Lebens ist: „Es ist wichtig, dass nicht nur diesseits der Grenze Entschuldigungen für getanes Unrecht erfolgen, sondern auch jenseits derselben“. Es sei doch eigenartig, dass über die Vertreibung von Millionen Deutschen im Osten und Südosten Europas von offizieller Seite kaum berichtet wird. Auch nicht über das Unrecht an rund 540.000 unschuldigen Donauschwaben.

Infolge der menschenverachtenden Jugo-AVNOJ-Dekrete von 1943, die alle Deutschen für entrechtet, enteignet und vogelfrei deklarierten, wurden danach etwa 195.000 Kinder, Mütter und Betagte dem Vernichtungstod in Zentral- und Vernichtungslagern preisgegeben. Die wenigen Hinterbliebenen haben nach dem Fall des Kommunismus ihren Ahnen diese Gedenkstätten als Mahnmäler für künftige Generationen errichtet.