Kommentar des Monats: VdB – weniger denn je?
Foto © Kärntner Nachrichten

Kommentar des Monats: VdB – weniger denn je?

Von Redaktionsleiter Markus di Bernardo


Zum Ende des Jahres steht nach sechs Jahren erneut die Wahl des österreichischen Bundepräsidenten an. Der derzeitige Amtsinhaber Alexander Van der Bellen hat Ende Mai offiziell seine Wiederkandidatur für das höchste Amt im Staat bekanntgegeben. Doch was ist von dieser Entscheidung zu halten? Ist Van der Bellen ein geeignetes Staatsoberhaupt für unsere schöne Bundesrepublik?

Bereits beim Bruch der schwarz-blauen Regierung im Jahr 2019 hat Van der Bellen bewiesen, dass er unserem Heimatland nicht neutral dienen kann. Ohne jegliche Prüfung von Alternativen hat er der Abberufung von Innenminister Herbert Kickl auf Sebastian Kurz‘ Geheiß sofort zugestimmt und Österreich dadurch in unnötige Neuwahlen geschickt. Spätestens aber während der beiden Pandemiejahre wurde jedem Beobachter klar, dass Van der Bellen parteiisch agiert. Nur um seine „ehemalige“ grüne Heimatpartei in der Regierung zu halten, nickte er jede noch so fragwürdige Handlung der schwarz-grünen Bundesregierung ab. Ganz zu schweigen von seiner sang- und klanglosen „Angelobungsmaschinerie“ der schwarz-grünen Ministerriege.

Man stelle sich vor, in der Zeit von Schwarz-Blau hätten 14 Regierungsmitglieder ausgetauscht werden müssen, geschweige denn drei Bundeskanzler wären angelobt worden. Der Aufschrei der Medien und Van der Bellens wären durch ganz Europa geschallt. Als Bundespräsident immer nur von der „Schönheit unserer Verfassung“ zu schwadronieren, ist eindeutig zu wenig. Man muss diese und die eigene Bevölkerung auch vor Machtmissbrauch schützen. Daher kann das Fazit – angelehnt an den Wahlslogan aus 2016 – nur lauten: VdB – weniger denn je!