Umfrage zur Landtagswahl: Peter Kaiser und die SPÖ stürzen ab
Foto © APA / FPÖ Kärnten

Umfrage zur Landtagswahl: Peter Kaiser und die SPÖ stürzen ab

Erwin Angerer und die FPÖ liegen stabil und haben noch genügend Potential zum Aufholen


Am 5. März 2023 sollen turnusmäßig die nächsten Kärntner Landtagswahlen stattfinden. Landeshauptmann Peter Kaiser und seine SPÖ können mit einem starken Ergebnis von 48 Prozent bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2018 in den Wahlkampf starten. Erwin Angerer und die FPÖ liegen stabil und haben noch genügend Potential zum Aufholen. Doch wie es aussehen würde, wenn die Kärntner heute zur Wahlurne schreiten würden, hat das Oberösterreichische Meinungsforschungsinstitut „Whitebox“ in einer kärntenweiten Umfrage abgetastet.

Über 500 Kärntnerinnen und Kärntner wurden zwei Wochen lang gefragt, wen sie bei der nächsten Landtagswahl wählen würden. Dabei kommt Peter Kaiser mit seiner SPÖ auf nur mehr 37 Prozent (-11) und stürzt damit im Vergleich zur Wahl im Jahr 2018 deutlich ab. Oft wurde von den Umfrageteilnehmern angeben, dass Peter Kaiser mit der SPÖ das Land nur verwalte und für Stillstand stehe. Daher wohl auch dieses schlechte Abschneiden.

Die FPÖ mit ihrem neuen Landeschef Erwin Angerer liegt als stärkste Oppositionspartei bei stabilen 20 Prozent (-3). Bei den Jungwählern bis 30 Jahre und Arbeitern ist sie mit Abstand stärkste Kraft. Frauen wie Männer wählen die Freiheitlichen gleichermaßen. Mit einem starken und klugen Wahlkampf sowie einer erhöhten Bekanntheit Angerers ist wohl noch einige Luft nach oben für die Freiheitlichen übrig.

Grafik © Kärntner Nachrichten

Gerhard Köfer vom Team Kärnten mit 8 Prozent (+2) und die erstmalig antretende MFG mit 7 Prozent sind zwei Mitbewerber, die ebenfalls im Protestwählerteich fischen. Auch hier könnte die FPÖ noch Stimmen abholen.

Die ÖVP mit Parteichef Martin Gruber kommt bei schwachen 14 Prozent (-1) zu liegen, obwohl sie zur Zeit mit zwei Landesräten in der Regierung vertreten ist. Grüne und NEOS - beide sind derzeit nicht im Landtag vertreten - würden jeweils 6 Prozent (+3 bzw. +4) der Wählerstimmen einheimsen und wären damit fix im Landtag. Auf sonstige Listen entfallen insgesamt 2 Prozent (-1).

Laut diesem Umfrageergebnis würden sieben Parteien die Fünf-Prozent-Hürde schaffen und somit in den Kärntner Landtag einziehen. Dieser wäre damit so bunt wie noch nie zuvor. Als Koalitionen in Zweiervariante gingen sich nur Rot-Blau oder Rot-Schwarz aus. Eine wackelige Linkskoalition aus SPÖ, Grüne und NEOS wäre wohl unwahrscheinlich, jedoch nicht völlig ausgeschlossen. Was die Wähler schlussendlich wirklich wollen, wird der Wahltag beweisen.