Völlig unzumutbare Wartezeiten auf Pflegeheimplatz
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Völlig unzumutbare Wartezeiten auf Pflegeheimplatz

Massive Versäumnisse im Gesundheits- und Pflegebereich in den letzten 10 Jahren


„Der aktuelle Fall, dass eine Klagenfurter Familie seit Monaten vergeblich einen Pflegeheimplatz für einen dementen 85-jährigen sucht, zeigt einmal mehr auf, dass im Gesundheits- und Pflegebereich in Kärnten vieles im Argen liegt! Die alleinige Verantwortung dafür liegt seit über 10 Jahren bei der SPÖ und Gesundheitsreferentin Beate Prettner. In den letzten Jahren wurden unzählige Verbesserungsvorschläge der FPÖ zur Bekämpfung des Pflegenotstandes von SPÖ und ÖVP abgelehnt. Sie machen damit eine Politik gegen alle Pflegebedürftigen in Kärnten“, betont der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Erwin Angerer in einer Reaktion auf einen heutigen Bericht der „Kärntner Krone“.

„Egal ob es um die mobile Pflege, die stationäre Pflege oder die Pflege zuhause geht. Prettner weigert sich seit Jahren, die Vorschläge der FPÖ aufzugreifen und steckt lieber den Kopf in den Sand. Das ist eine Verhöhnung aller Betroffenen, wie der erwähnten Klagenfurter Familie“, kritisiert Angerer. Er erinnert daran, dass die FPÖ neue, flexible Modelle zur Bekämpfung des Pflege-Notstandes erarbeitet und Anträge im Landtag eingebracht hat.

„Wir haben etwa die Schaffung von ´Pflege-Hotels´ vorgeschlagen, in denen Menschen zur Übergangspflege untergebracht werden, bis sie einen Platz in einem Pflegeheim, in einem Alternativen Lebensraum oder ein Pflegebett zuhause erhalten. Es müssen aber auch die Pflegekräfte flexibler eingesetzt werden, ebenso brauchen wir neue Modelle in der Ausbildung wie eine Pflegeschule-/lehre ab dem 15. Lebensjahr. Und wir fordern einen Pflegescheck von mindestens 1.000 Euro pro Monat für die Pflege zuhause“, so der FPÖ-Chef. Das alles werde von SPÖ und ÖVP abgelehnt.

„Das Schlimmste ist, dass von Prettner Pflegekräfte sogar noch behindert, statt unterstützt werden, wenn sie dringend benötigte Hilfe zur Verfügung stellen wollen. Das zeigt der jüngste Skandalfall, wo eine Betroffene nach einem Krankenhausaufenthalt zuhause drei Wochen lang keinen Verbandswechsel bekam", erklärt Angerer.